{"id":917,"date":"2016-11-30T15:26:00","date_gmt":"2016-11-30T14:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.combase.de\/?p=917"},"modified":"2021-11-25T15:27:17","modified_gmt":"2021-11-25T14:27:17","slug":"warenlegung-nach-sortimenten-im-einzelhandel-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/beta.combase.de\/?p=917","title":{"rendered":"Warenlegung nach Sortimenten im Einzelhandel Teil 2"},"content":{"rendered":"\n<p>Ihre Verkaufsfl\u00e4chenaufteilung wird genauer, wenn Sie bei der Berechnung von der Nettofl\u00e4che ausgehen, also nur die tats\u00e4chlich zu Verf\u00fcgung stehenden Verkaufsfl\u00e4chen der unterschiedlichen Regale und anderen Warentr\u00e4ger berechnen. Je nach Art und Beschaffenheit der Warentr\u00e4ger und Regale l\u00e4sst sich unterschiedlich viel Umsatz pro Quadratmeter erzielen. In einem Regal oder auf einer Palette bringen Sie mehr Volumen unter, als auf einem Pr\u00e4sentationstisch. Z\u00e4hlen Sie alle Warentr\u00e4ger gleicher Bauart und verteilen deren Anteil auf die jeweiligen Sortimentsbereiche prozentual.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Beispiel:<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>In Ihrem Gesch\u00e4ft haben Sie 50 Regale und 10 Pr\u00e4sentationstische zur Verf\u00fcgung. Ihr Gesamtsortiment ist in 5 Bereiche gegliedert, bei denen sich Ihr Jahresgesamtumsatz von 1 Mio. EUR wie folgt verteilt:<\/em><\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">          Sortiment 1:    360.000,00 EUR    36 %\n          Sortiment 2:    280.000,00 EUR    28 %\n          Sortiment 3:    180.000,00 EUR    18 %\n          Sortiment 4:    120.000,00 EUR    12 %\n          Sortiment 5:     60.000,00 EUR     6 %\n\n\n<em>Ihre Warentr\u00e4ger teilen Sie nun zun\u00e4chst, wie folgt auf:<\/em>\n\n\n          Sortiment 1:    18 Regale, 4 Tische      36 %\n          Sortiment 2:    14 Regale, 3 Tische      28 %\n          Sortiment 3:     9 Regale, 2 Tische      18 %\n          Sortiment 4:     6 Regale, 1 Tisch       12 %\n          Sortiment 5:     3 Regale, keinen Tisch   6 %<\/pre>\n\n\n\n<p><em>Zum Schluss korrigieren Sie die Aufteilung eventuell zu Gunsten des jeweiligen Gewinns (z.B. Kosmetik erzielt h\u00f6heren Gewinn als Tiernahrung) und des Produktvolumens (Windeln ben\u00f6tigen mehr Platz als Kosmetik) der einzelnen Bereiche.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt wissen Sie, wie Sie Ihre Sortimentsbereiche aufteilen. Nun f\u00fcllen Sie die berechneten Verkaufsfl\u00e4chen mit den den Artikeln aus den jeweiligen Sortimenten. Dabei gilt die Regel, dass Sie umsatzstarke Artikel auf den hochfrequentierten Fl\u00e4chen positionieren oder etwas einfacher ausgedr\u00fcckt:<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Topseller geh\u00f6ren auf Topfl\u00e4chen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Sie erzielen nur dann optimale Ums\u00e4tze, wenn Sie diese Regel ohne Ausnahme befolgen. Leider werden hier wirklich sehr viele Fehler gemacht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"blob:https:\/\/www.combase.de\/54595125-8b24-4d82-99fd-74279e5131b5\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Zum Beispiel werden reduzierte Artikel, mit denen aufgrund des Preisnachlasses sowieso kein Geld mehr zu verdienen ist, auf den besten Verkaufsfl\u00e4chen positioniert, weil sie schnell abverkauft werden m\u00fcssen. Das Unternehmen w\u00fcrde bei der Platzierung von Topsellern mit hohem Gewinn und hohen Verkaufsmengen auf der gleichen Fl\u00e4che wesentlich mehr Umsatz machen. In den meisten F\u00e4llen l\u00e4uft reduzierte Ware auch auf defensiven Pl\u00e4tzen gut. Die Artikel m\u00fcssen nur sehr deutlich als reduzierte Ware gekennzeichnet werden. Ein positiver Effekt dabei ist, dass die Kunde mit diesen Angeboten in defensive Verkaufsbereiche gelockt werden. Stattdessen verschwenden viele Einzelh\u00e4ndler ihre kostbaren Fl\u00e4chen f\u00fcr die Vermarktung von Verlustsortimenten, aus Angst, noch mehr Rendite zu verlieren oder auf der Ware sitzen zu bleiben. Wenn Sie Ihre reduzierte Ware defensiver vermarkten, sollten Sie Ihre Kunden mit einer guten Kommunikation auf diese aufmerksam machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiterer Fehler ist, wenn die wichtigsten Artikel generell viel zu defensiv vermarktet werden, weil die Neuheiten und Saisonartikel im Vordergrund stehen. Daher ist es extrem wichtig, dass immer eine aktueller Topsellerliste existiert und diese auch alle Mitarbeiter kennen. Dar\u00fcber hinaus ist immer eine konkreter Belegungsplan oder ein Konzept f\u00fcr die Platzierung der besten Artikel notwendig. Eine Verkaufssteigerung erreichen Sie, wenn Sie eine ausgewogene Balance zwischen hochfrequentierten Bereichen und Warenpr\u00e4sentation und Dekoration herzustellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei ist besonders wichtig, dass Sie unter Beachtung der wichtigsten Kundenwege durch Ihr Gesch\u00e4ft und \u00fcberlegter Anordnung der Warentr\u00e4ger \u00fcberall Anlaufpunkte schaffen, an denen die Kundenfrequenz hoch ist. Mit Sonderangeboten, reduzierter Ware und guten Dekorationselementen lenken Sie Ihre Kunden auch in defensive Bereiche Ihres Verkaufsraumes.<\/p>\n\n\n\n<p>Entscheiden Sie bei jeder Umgestaltung neu, wo nat\u00fcrliche Topfl\u00e4chen vorhanden sind und wo Sie neue interessante Punkte f\u00fcr Ihre Kunden schaffen k\u00f6nnen, damit alle Bereiche gleichm\u00e4\u00dfig frequentiert werden. F\u00fcr die Verkaufssteuerung gilt, dass Sie Ihre Topartikel immer nach oben, am besten in und gleich \u00fcber der Sichtebene anordnen. Vor allem f\u00fcr die Fernwirkung ist dies wichtig. Artikel, mit denen Sie keine nennenswerten Ums\u00e4tze erzielen, platzieren Sie defensiv im unteren Bereich der Regale. Die Artikel, die sich im Laufe der Saison als Penner erweisen, sollten sie fr\u00fchzeitig reduzieren und auf einer geeigneten Fl\u00e4che im Hintergrund platzieren. Je fr\u00fcher Sie mit einer Preisreduzierung bei diesen Artikeln beginnen, desto weniger Gewinn verlieren Sie. Lassen Sie daher regelm\u00e4\u00dfig die aktuellen Zahlen durch Ihr Kassensystem darstellen und geeignete Ma\u00dfnahmen vorschlagen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Sonderverkaufsfl\u00e4chen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Eine Sonderverkaufsfl\u00e4che ist ein festgelegter Platz, der f\u00fcr besondere Aktionen wie Sonderangebote, saisonale Artikel oder andere Aktivit\u00e4ten genutzt wird. Weil hier nicht mit dem normelen Sortiment gearbeitet wird, steht eine flexible Freifl\u00e4che f\u00fcr Ihre Aktionen zur Verf\u00fcgung. Schaffen Sie pro Sortiment m\u00f6glichst eine Sonderverkaufsfl\u00e4che. Tragen Sie in Ihren Marketingplan ein, wie Sie die Sonderverkaufsfl\u00e4chen nutzen werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Warenlegung mit Hilfe Ihres Kassensystems<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Erstellen Sie mit Ihrer Kassensoftware eine Sortimentsanalyse f\u00fcr einen vergangenen vergleichbaren Zeitraum. \u00dcbertragen Sie die prozentuale Aufteilung auf Ihre Warentr\u00e4ger im Verkaufsraum. Lassen Sie sich nun f\u00fcr jedes Sortiment die Topseller aus dem Kassensystem ausgeben und gestalten Sie die Warenlegung genau in der Reihenfolge der Liste, immer nach dem Motto:&nbsp;<strong>Topseller geh\u00f6ren auf Topfl\u00e4chen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Was KORONA.pos Kassensysteme noch so leisten, um Ihr Business voranzubringen, erfahren Sie hier.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ihre Verkaufsfl\u00e4chenaufteilung wird genauer, wenn Sie bei der Berechnung von der Nettofl\u00e4che ausgehen, also nur die tats\u00e4chlich zu Verf\u00fcgung stehenden Verkaufsfl\u00e4chen der unterschiedlichen Regale und anderen Warentr\u00e4ger berechnen. Je nach Art und Beschaffenheit der Warentr\u00e4ger und Regale l\u00e4sst sich unterschiedlich viel Umsatz pro Quadratmeter erzielen. 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