{"id":767,"date":"2021-11-24T09:52:58","date_gmt":"2021-11-24T08:52:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.combase.de\/?p=767"},"modified":"2021-11-24T09:52:58","modified_gmt":"2021-11-24T08:52:58","slug":"wie-viele-kassen-braucht-man","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/beta.combase.de\/?p=767","title":{"rendered":"Wie viele Kassen braucht man eigentlich?"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Bei der Planung des Kassenbereichs, ob im&nbsp;<a href=\"https:\/\/combase.net\/kassensysteme-einzelhandel\/\">Einzelhandel<\/a>, der&nbsp;<a href=\"https:\/\/combase.net\/kassensysteme-gastronomie\/\">Gastronomie<\/a>&nbsp;oder auch im&nbsp;<a href=\"https:\/\/combase.net\/kassensysteme-museum-und-freizeitpark\/\">Ticketing<\/a>, stellt sich immer wieder die Frage, wie viele Kassen eigentlich gebraucht werden. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Welche ist die optimale Anzahl an Kassen f\u00fcr die jeweilige Verkaufsstelle? Oft wird das einfach aus dem Bauch entschieden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/combase.net\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/wie-viele-Kassen.png\" alt=\"wie viele Kassen\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Wie viele Kassen man wirklich braucht, l\u00e4sst sich mit der Warteschlangenformel von Gunter Dueck auch einfach ausrechnen. Diese wird in seinem wirklich lesenswerten Buch: \u201e<strong><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3593502178\/ref=as_li_qf_sp_asin_il_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3593502178&amp;linkCode=as2&amp;tag=5166-21\" target=\"_blank\">Schwarmdumm. So bl\u00f6d sind wir nur gemeinsam.<\/a><\/strong>\u201c ausf\u00fchrlich erkl\u00e4rt.<\/p>\n\n\n\n<p><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3593502178\/ref=as_li_qf_sp_asin_il_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3593502178&amp;linkCode=as2&amp;tag=5166-21\" target=\"_blank\">Das Buch ist 2015 im Campus Verlag, Frankfurt am Main, erschienen (ISBN 978-3-593-50217-5)<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>In seinem Buch beschreibt Gunter Dueck wunderbar seine Warteschlangenformel. Die beantwortet die Frage, wie viele Kassen wirklich ben\u00f6tigt werden. Und zwar so: Alle paar Minuten kommen und gehen Kunden in einen Laden. Alle m\u00fcssen an der Kasse vorbei. Vor der Kasse bildet sich manchmal eine lange Schlange und zu anderen Zeiten wird man gleich bedient. Eher seltener sitzt jemand an der Kasse unt\u00e4tig und wartet auf Kunden. Die durchschnittliche L\u00e4nge der Warteschlange h\u00e4ngt mit der Auslastung der Kassenkraft \u00fcber die Warteschlangenformel zusammen:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>Erwartete Anzahl der Kunden an der Kasse = Auslastung \/ (1 \u2013 Auslastung)<\/strong><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Diese Formel erl\u00e4utert Gunter Dueck seinen Lesern an folgendem Beispiel:<\/p>\n\n\n\n<p>Mal kommen wenige Kunden, weil zum Beispiel Mittagspause ist, dann kommen wieder viele auf einmal. Die Kassenkraft hat manchmal nichts zu tun, manchmal aber ist es hart. Dann stehen da viele Kunden mit vollen Einkaufswagen und schimpfen mit ihr, weil es nicht vorangeht. Neulich hat sie bei gro\u00dfem Andrang einen ihr bekannten Kunden gefragt, wie denn seine Goldene Hochzeit gewesen sei. Da brach ein wartender Kunde in Fl\u00fcche aus. \u201eHier ist keine Zeit, ihr gesamtes Privatleben auspacken!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Sinne ist die Arbeit in der Kasse sehr schwankend. Und der Chef ist trotzdem unzufrieden. Er hat stichprobenartig mit der Stoppuhr gemessen, wie lange die Kassenkraft wirklich gearbeitet hat und wie lange sie unt\u00e4tig wartete. Er kommt auf 85 % Arbeitszeit beziehungsweise auf 15 % Herumsitzen und Warten. Das h\u00e4lt er nun der Kassenkraft vor, die lauthals protestiert und die Arbeit schon jetzt schlauchend genug findet. Das aber will der Chef nicht h\u00f6ren. Stattdessen erweitert er sein Angebot und stellt vor dem Laden zus\u00e4tzliche Auslagen auf. Damit verdient er nicht viel, aber die Personalkosten f\u00fcr die Kassen kraft hat er ja ohnehin. Tats\u00e4chlich kommen jetzt mehr Leute in den Laden. Er misst nach, zu wie viel Prozent die Kassenkraft ausgelastet ist. Aha, 90 %. Das kann er noch steigern. Er stellt noch mehr Waren vor seinen Laden auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun aber kommt eine b\u00f6se \u00dcberraschung. Als er seinen Laden wieder inspiziert, ist er voll von Kunden, die auf eine Abfertigung an der Kasse warten. Und der Chef z\u00e4hlt: 15 Kunden warten. Das geht nun gar nicht, findet der Chef. Er f\u00e4hrt die Kassenkraft b\u00f6se an: \u201eK\u00f6nnen Sie vielleicht einen Gang h\u00f6her schalten?\u201c Die Kassenkraft schimpft sehr b\u00f6se zur\u00fcck: \u201eFr\u00fcher war alles ruhig, jetzt aber kommen so viele Kunden, dass es hier manchmal Tumulte gibt. Ich schaffe das Kassieren nicht mehr. Da werfen die Kunden oft die Ware hin und gehen wieder. Manche sagen, sie wollen bald nicht mehr kommen, wenn das so weitergeht.\u201c Der Chef ist au\u00dfer sich. Wie kann das sein, wo doch die Kasse immer noch nicht voll ausgelastet ist und derzeit nur zu 92 % arbeitet? Er schimpft: \u201eSie stehen doch 8 % der Zeit einfach nur so herum und haben bezahlte Pause! Wieso bekommen Sie Ihre Arbeit nicht gebacken?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Das, was G\u00fcnter Dueck hier so plastisch ausf\u00fchrt gibt es tats\u00e4chlich tausendfach in deutschen Kassenzonen. Doch nun setzt er seine Warteschlangenformel an.<\/p>\n\n\n\n<p>Er schreibt, der Zeitanteil, zu dem die Kassenkraft tats\u00e4chlich arbeitet, ist in unserem Fall 0,92 (92 %). Dieser Zeitanteil hei\u00dft Auslastung oder Auslastungsgrad der Kassenkraft. Bei Warteschlangen sind mathematisch zwei Gr\u00f6\u00dfen interessant, die man aus dem Auslastungsgrad berechnen kann: Die durchschnittliche L\u00e4nge der Warteschlange und die erwartete Anzahl der Kunden an der Kasse. Es kann nat\u00fcrlich vorkommen, dass kein Kunde an der Kasse steht, dass gerade ein Kunde bedient wird und keiner sonst wartet oder dass ein Kunde bedient wird und andere Kunden warten. Die Anzahl der Kunden an der Kasse ist dann null, eins oder eins plus L\u00e4nge der Warteschlange. Also:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>Erwartete Anzahl der Kunden an der Kasse = Auslastung \/ (1 \u2013 Auslastung)<\/strong><\/p><p><strong>Erwartete L\u00e4nge der Schlange = Auslastung mal erwartete Kunden an der Kasse<\/strong><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Setzt man nun den Wert aus dem oben erw\u00e4hnten Beispiel ein:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>0,92 \/ (1 \u2013 0,92) = 0,92 \/ 0,08 = 10,58<\/strong><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Und unter der Annahme, dass die Kunden wirklich zuf\u00e4llig hereinkommen, ist die Warteschlange in diesem Beispiel im Durchschnitt gr\u00f6\u00dfer als zehn! Das bedeutet in einem kleinen Laden mit nur einer Kasse wirklich einen absoluten Tumult. Nat\u00fcrlich schwankt das hin und her, es kommen auch mal weniger Kunden oder gar keine, dann hat die Kassenkraft tats\u00e4chlich nichts oder wenig zu tun. Im Ganzen geht es aber wie in einem H\u00fchnerstall zu. Mal stehen da 20 Kunden, mal nur zwei. Es schwankt enorm.<\/p>\n\n\n\n<p>Die fr\u00fchere Auslastung der Kassenkraft lag bei 85 %. Das hei\u00dft:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>0,85 \/ (1 \u2013 0,85) = 0,85 \/ 0,15 = 5,60<\/strong><\/p><p><strong>0,85 \u00d7 5,6 = 4,81<\/strong><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Also vorher war die durchschnittliche Warteschlange etwa f\u00fcnf, danach gr\u00f6\u00dfer als zehn. Versetzt man sich nun in die Situation des Kunden, ist eine Warteschlange mit f\u00fcnf Leuten schon viel, aber bei mehr als zehn Leuten stellen sich viele einfach nicht mehr an und verlassen den Laden ohne Einkauf.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Warteschlangenformel von G\u00fcnter Dueck und sein Beispiel zeigen sehr einfach und plastisch, wie viele Kassen notwendig sind und dass eine zu hohe Auslastung an den Kassen tats\u00e4chlich zu Umsatzeinbu\u00dfen f\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Ganze l\u00e4sst sich sehr leicht berechnen. Nehmen Sie also die Zeitbereiche, in der Sie die gr\u00f6\u00dfte Kundenfrequenz haben und ermitteln Sie die darin enthaltene aktive Zeiten, also immer Zwischen der \u00d6ffnung des Kassenbon bis zum Schlie\u00dfen der Kassenlade und summieren diese. Damit ermitteln Sie die jeweilige Auslastung. Nun setzen Sie diese in die Formel ein und ermitteln die erwartete L\u00e4nge der Schlange. Damit kann ein Unternehmen f\u00fcr jeden Standort genau ermitteln, wie viele Kassen ge\u00f6ffnet werden oder beziehungsweise, wie viele Kassen noch angeschafft werden m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Falls Sie nun ausgerechnet haben, wie viele Kassen Ihnen noch fehlen, k\u00f6nnen Sie sich hier \u00fcber eine schnelle Neuanschaffung informieren:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-style-default\"><a href=\"https:\/\/combase.net\/#step2\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/combase.net\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Faszination-KORONA.pos-Kassensystem.jpg\" alt=\"wie viele Kassen vom KORONA.pos Kassensystem - Jetzt umsteigen\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei der Planung des Kassenbereichs, ob im&nbsp;Einzelhandel, der&nbsp;Gastronomie&nbsp;oder auch im&nbsp;Ticketing, stellt sich immer wieder die Frage, wie viele Kassen eigentlich gebraucht werden. 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